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Kräuter und Heilpflanzen gedeihen prächtig im Stiftsgarten |
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Von Anja Piel
Fischbeck. Bevor im Frühjahr des letzten Jahres der Förderkreis Stift Fischbeck unter Federführung von Dr. Norbert Humburg einen altromanischen Kräutergarten auf dem Stiftsgelände anlegte, galt es, allerhand zu organisieren.
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Allein die Einfriedung der Beete sollte etwas Besonderes sein, und so entstand unter den Händen der Herren des Lions-Clubs ein wunderschöner Weidenflechtzaun nach altdeutscher Art. „Die Baumschule Großmann war bei der Auswahl und Pflanzung behilflich“, freuen sich die verantwortlichen Stiftsdamen. Die Damen der Lions Club-Mitglieder gossen und hegten die ersten zarten Triebe, und bei so viel liebevoller Zuwendung wuchsen und gedeihten die Pflanzen prächtig. Im Park des Stiftes befindet sich das neue, teilweise sehr wohlriechende Grün zudem in allerbester Gesellschaft. Die tausendjährige Eibe gehört genauso zur Nachbarschaft wie die über 200 Jahre alten Gingkobäume. Diese wurden einst von einer Stiftsdame gepflanzt, die sich in der Landschaftsgärtnerei auskannte. Von Nah und Fern kommen heute die Besucher, um sich neben der wunderschönen Architektur der Stiftskirche und dem sagenumwobenen Wandteppich auch dieses neue Kleinod in freier Natur anzusehen. Beim Anblick der seltenen Pflanzen und Kräuter lassen sich die Gäste im Stiftsgarten in die Zeit zurückversetzen, als kräuterkundige Kirchenleute noch Salben und Tinkturen herstellten, um allerlei Leiden zu lindern und zu heilen.
| "Aber ob die Heilkraft schon da ist, wo die Pflanzen noch so jung und auch nicht dort groß geworden sind, wo sie eigentlich herkommen“, gibt sie zu bedenken. Skeptisch betrachtet Ingeburg von Ehrenstein die Beete und streichelt hier und da versonnen ein zartes Blatt, während sie die Anwendungsgebiete der Kräuter aufzählt. „Hier der Aland zum Beispiel,“ von Ehrenstein zeigt auf eine mannshohe, gelbblühende Pflanze, „kommt aus Zentralasien, und seine Heilkraft ist gut für Bronchitis und Darmerkrankungen. Aber ob diese junge Pflanze hier schon die Wirkstoffe entwickelt hat oder ob sie es überhaupt je tut, das wissen wir nicht.“ „Mit dem Aufstellen der Hinweistafeln sind wir noch nicht ganz fertig, es musste ja erst abgewartet werden, welche Kräuter sich entwickeln“, erklärt die Stiftsdame. Ob heilkräftig oder nicht – die Kräuter duften und blühen und präsentieren sich den Parkbesuchern als vollendete Schönheiten. Und wer sich gerne an die Hand nehmen und in die Vergangenheit entführen lässt, sollte es in diesem Sommer keinesfalls versäumen, den Kräutergarten des Stifts Fischbeck aufzusuchen. Besichtigungen sind während der Öffnungszeiten möglich.
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